Was ist ein Fork? (Erklärung) – Soft Fork und Hard Fork


Immer wieder kursiert in den Medien das Wort „Fork“. Oft ist auch von einem „Soft Fork“ oder „Hard Fork“ die Rede. 
Doch was ist ein Fork – und welche Bedeutung hat ein Fork für den Bitcoin?

Ein Fork ist, ganz einfach gesagt, die Weiterentwicklung einer Open Source Software. Diese Software kann von jedem heruntergeladen und verändert werden. Diese veränderte und weiterentwickelte Software nennt man dann Fork.

Der Bitcoin ist eine dieser Open Source Software. Jeder kann den Quellcode des Bitcoins für sich verändern, wodurch jeweils ein Fork entsteht.

Diese Forks sind aber nicht alle direkt eine Pressemeldung wert. Denn wenn eine Einzelperson den Code für sich verändert, so macht dies keinen Unterschied für den Bitcoin an sich. Nur ein einziger Fork ist hier von wirklicher Relevanz: Der Ursprüngliche – der Bitcoin.

Soft Fork

Ein Soft Fork ist eine dieser Weiterentwicklungen. Allerdings eine, die Abwärtskompatibel ist. Das beutetet, dass dieser Fork zu keinen Problemen führt. So kann man den Bitcoin ganz normal weiterbenutzten.

Hard Fork

Viel dramatischer verhält es sich mit einem Hard Fork. Dieser ist nicht Abwärtskompatibel.

Wird einer dieser Hard Forks erstellt, so kann es zu einer Spaltung der ehemaligen Blockchain kommen. Diese Spaltung spiegelt sich meist in einer Verdopplung der Blockchain wieder. Das bedeutet, dass neben der ehemaligen Blockchain auch noch eine weitere, neue Blockchain entsteht.

Allerdings muss es nicht immer zu der Erstellung einer neuen Blockchain kommen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Kryptowährung Ethereum. Bei diesem kam es zu fünf Hard Forks. Doch nur einer davon führte zu zwei verschiedenen anerkannten Kryptowährungen – zwei verschiedenen Blockchains: Ethereum und Ethereum Classic.

Beim Bitcoin kam es bereits zwei Mal zu wirklich relevanten Hard Forks. So existieren nun neben dem Bitcoin auch noch Bitcoin Cash (Abspaltung bei Block 478558) und Bitcoin Gold (Abspaltung bei Block 491407).

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Was bedeutet „To the Moon“? (Erklärung)

„To The Moon!“ – Der ein oder andere wird diesen Ausruf schon mal gehört oder gelesen haben: Vermutlich im Zusammenhang mit Bitcoins, Dogecoins oder anderen Altcoins!

Ähnlich wie bei dem Begriff „HODL“ handelt es sich um eine gängige Floskel in der Kryptogeld-Szene.

Die Bedeutung ist einfach erklärt: Der Wert der Bitcoins oder Altcoins soll „bis zum Mond“ steigen – und damit hohe Gewinne für die Besitzer der Coins abwerfen. Der Ausruf ist also als eine Art Zeichen der Hoffnung zu werten, denn jeder, der Kryptogeld besitzt hat die Hoffnung, dass er mit den Coins reich wird!

„To the Moon“ wird oft auch in Verbindung zum Begriff „Hodln“ verwendet: Hiermit ist gemeint, dass man seine Coins weiter „Hodl“, also weiter behält, bis der Kurs „To the Moon“ steigt.

Der Ausruf wurde von einer der heutzutage größten Kryptowährungen aufgegriffen: So stellt das Logo der Währung „Stellar“ eine Rakete da – die zum Mond aufsteigt!

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Was bedeutet „Hodl“? (Erklärung) – Hodln

Nicht jeder gute Ratschlag wirkt auf den ersten Blick wie ein guter Ratschlag. So war es auch um Dezember 2013, als ein betrunkener Softwareentwickler einen hervorragenden Trading-Tipp gab – und einen neuen Begriff erschuf!

Versteckt hinter dem Pseudonym „GameKyuubi“ gab im Dezember 2013 ein Softwareentwickler seine Meinung zum Bitcoin-Trading zum besten. Kurz nachdem der Bitcoin-Kurs stark eingebrochen war berichtet er, dass er nicht vorhabe, seine Bitcoins zu verkaufen.

Aus dem englischen „I am holding“ (DE: Ich halte) wurde „I am Hodling“. Der Sinn blieb der selbe, doch ein neuer Begriff war entstanden: HODL (Verb: Hodln). Der Begriff wurde kurzerhand zum Internet-Phänomen.

Der Inhalt seines Posts ist eindeutig: Er behalt seine Bitcoins, obwohl die Kurse eingebrochen sind – und möglicherweise noch weiter einbrechen werden. Gute Trader, die professionell handeln könnten weiter kaufen, verkaufen, wieder kaufen, wieder verkaufen. Doch GameKyuubi war der Meinung, er würde beim Traden und bei Panikverkäufen nur verlieren – weshalb einer seine Bitcoins einfach behalten würde.

Was damals ein witziger Post war sollte knapp vier Jahre später ein hervorragender Tipp gewesen sein: Der Wert eines Bitcoins vervielfachte sich, von 500$ pro Stück auf etwas über 19.500$ pro Bitcoin! Wer damals auf den Betrunkenen gehört hat, konnte also sein geld vervierzigfachen!

Zusammengefasst: Ist von Hodl oder vom Hodln die Rede ist gemeint, das man seine Bitcoins behält und auf eine Wertsteigerung hofft – ohne viel zu Traden und ohne auf Panikmache zu reagieren!

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Was bedeutet Cold Storage? (Erklärung)

Wenn es um das Sichern von Bitcoins geht, taucht immer wieder dieser Begriff auf: Cold Storage.

Doch was ist ein Cold Storage? Und warum ist er wichtig?

Ein Cold Storage („Kalter Speicher“) ist ein Offline-Wallet um Bitcoins oder andere Kryptowährungen zu speichern. Das Gegenteil ist ein „Hot Storage“, ein Online-Wallet.

Dieser Offline Wallet ist nicht an das Internet angeschlossen, was ihn vor Hacker-Angriffen schützen soll. So kann auf einen Hot Storage über das Internet zugegriffen werden, möglicherweise auch unbefugt. Der Cold Storage ist hiervor sicher.

Wichtig für Cold Storage und Hot Storage ist der private Key. Dieser sollte so gut wie möglich und am besten offline gespeichert werden. Denn wer den private Key besitzt, der kann Transaktionen durchführen und auf den zugehörigen Wallet zugreifen.

Der Offline-Wallet kann auf einem USB Stick, auf einer CD oder auf einer externen Festplatte gespeichert werden. Auch kann man ihn auf einem Computer speichern, der nicht an das Internet angeschlossen ist.

Die wohl einfachste Form eines Offline-Wallets ist die Papierform. Hierbei wird ein Dokument mit public und private Key ausgedruckt – fertig ist der Cold Storage. Auf diesen Wallet kann, wenn er gut versteckt ist, absolut niemand zugreifen – besonders nicht über das Internet.

Ein Cold Storage enthält meist noch einen QR-Code, der mögliche Transaktionen deutlich vereinfacht. So muss nicht der ganze public Key eingegeben werden, sondern nur der QR-Code gescannt.

Das Problem mit einem Offline-Wallet ist allerdings, dass wenn der Wallet verloren geht, das Geld weg ist. Verliert man den Wallet also, kann man nicht mehr darauf zugreifen. Dies gilt für alle Formen von Cold Storages: Ein Papier-Wallet kann nass werden, ein USB verloren gehen, eine CD geklaut werden und eine Festplatte einfach abstürzen – schon sind die Bitcoins verloren!

Eine andere Möglichkeit, seine Bitcoins offline zu speichern sind vorgefertigte Cold Storages. Diese sind deutlich komfortabler, kosten aber auch mehr.